Im Besucherbergwerk „Klosterstollen“

16. Juli 2026

Einundzwanzig Unerschrockene hatten sich am 15.Jukli 2026 zur Führung im „Klosterstollen“ in Barsinghauen eingefunden. In unserer Ankündigung hatten wir wohlweislich schon darauf hingewiesen, dass es im Stollen kalt, dunkel und eng werden würde. Nach einem kurzen Rundgang durch eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Deister begrüßte uns Friedrich Tatje, der uns durch den Klosterstollen führen sollte. ZU Beginn bekam jeder einen Helm und einige auch eine Lampe. Dann ging es zur Grubenbahn mit sehr kleinen Kabinen. Vom Mundloch fuhren wir fast 1,4 Kilometer durch einen engen und dunklen Stollen tief in den Deister hinein. Eine Geisterbahn auf dem Schützenplatz ist nichts dagegen! Am Ziel erkundeten wir dann verschieden Stationen des Steinkohleabbaus unter Tage. Über 1000 Bergleute hatten hier bis zur Stilllegung 1957 gearbeitet. An den Stationen erläuterte uns Herr Tietje, der übrigens auch 2. Vorsitzender der Senioren-Union Barsinghausen ist, die verschiedenen Abbaumethoden, vom Schläger und Eisen bei Grubenlicht bis zum Einsatz von Presslufthammern und verschiedenen Fördersystemen. Beim Gang durch die engen und dunklen Gänge bewährte sich übrigens auch der Schutzhelm, so dass niemand zu Schaden kam. Nach rund 90 Minuten bei 9 Grad Temperatur bestiegen wir schließlich wieder unsere Grubenbahn und erblickten nach rund 15 Minuten Fahrt wieder das Tageslicht. Alle Teilnehmer, darunter auch 2 Kinder, waren sich einig: Dieser Besuch hat sich gelohnt und hat viele neue Eindrücke hinterlassen. Unser Dank gilt auch den Initiatoren, die in mühsamer Arbeit von 1986-1999 aus bereits verschütteten und voll gelaufenen Stollen das heutige Besucherbergwerk geschaffen haben!